Dr. Susanne Eichholz-Klein, Dr. Jutta Peters
Branchenreport QUO VADIS - DEUTSCHER HANDEL
Tiefgreifende Strukturveränderungen: Dem Finanzschock aus den USA folgte nach dem September 2008 die weltweite Wirtschaftskrise. Der Strukturwandel im Handel vollzieht sich schneller als erwartet. Es gibt Gewinner und Verlierer, wobei preisaggressive Formate weiter der Konkurrenz davonlaufen. Die Schere zwischen preisaggressivem Discount und Luxus klafft auch in konjunkturell schwierigen Zeiten weiter auseinander. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Qualität und Erlebnis weiter. Parallel rückt der demographische Wandel näher, birgt Chancen für Ansprache neuer Zielgruppen, die an Macht und Nachfrage gewinnen.
Die Einbrüche bei den Kauf-/Warenhäusern und im traditionellem Fachhandel waren so stark, dass sich eine Konsolidierung andeutet. Gegenüber der letzten Dekade verlieren allerdings Großflächen, was auf die starke Stellung der Discounter zurückzuführen ist. Das Segment der Supermärkte wird von Bio und Convenience profitieren können, so die Ergebnisse des Branchenreports QUO VADIS - DEUTSCHER HANDEL?
Zunehmendes Markenbewusstsein. Insgesamt kehrt nach rasantem Wachstum und enormem Preis-Wettbewerb der vergangenen Jahre eine vermeintliche Ruhe im Discount-Markt ein. Die Konsumenten haben sich an Niedrigpreis-Angebote gewöhnt oder setzen sie inzwischen sogar voraus. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an die Qualität, und der Anteil der reinen Preiskäufer sinkt. Das Preis-/Leistungsverhältnis wird zum wichtigsten Kaufkriterium: „Welche Leistungen bekomme ich für mein Geld?" „Wo bekomme ich für mein Geld am meisten geboten? Warum mehr bezahlen, als notwendig? Denn Verbraucher haben gelernt, dass billig nicht immer schlecht ist. Parallel dazu ändert sich das Markenbild der Deutschen. Man setzt wieder mehr auf Marke als Garant für Sicherheit und Qualität. Zwar bevorzugten auch 2009 noch 35 Mio. Personen günstige No-Name-Artikel, aber ihre Zahl sinkt. Die Konsumenten werden letztlich immer differenzierter und lassen sich damit immer schwieriger segmentieren.
Mit Individualität überzeugen: Konsumenten wollen als Individuen anerkannt werden und verlangen, dass sich Unternehmen ihren Bedürfnissen anpassen. Dafür muss der Handel seine Kunden in ihrem Kaufverhalten und ihren Bedürfnissen kennen. Was aber können Handel und Konsumgüterindustrie tun? Der Kunde ist verwöhnt von Inszenierungen in den großen namhaften Premiumkaufhäusern und Monolabel-Stores der Markenhersteller. Umso mehr gilt es für den Fachhandel eine Warenpräsentation mit inszenierten Highlights und einem hochwertigen Ladenbau zu zeigen und seine Einzigartigkeit auch zu kommunizieren. Lifestyle, Convenience, Mass Customization, der Trend zur Individualisierung der Produkte und die künstliche Verknappung sind weitere Schlagworte, mit denen um die Gunst des Kunden gerungen wird. Aber bedarfsorientiert muss die Ausrichtung an der entsprechenden Zielgruppe sein.
Der Branchenreport QUO VADIS - DEUTSCHER HANDEL? liefert Antworten auf die Fragen:
- Wie hat sich der Handel in den zurückliegenden Jahren entwickelt?
- Welche Betriebstypen zählen zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern?
- Wie sehen die Zukunftsaussichten für den Handel aus?
- Welche Ansprüche tragen die Konsumenten an den Handel heran?
- Welche Zielgruppen können identifiziert werden?
- Wie kann der Handel auf Kundenwünsche reagieren?
Umfang des Branchenreports QUO VADIS - DEUTSCHER HANDEL?:
rund 200 Seiten DIN A4 mit über 80 Übersichten, Grafiken und Tabellen
Lieferformat: Print
